Reisen und Füße vertragen sich nicht immer gut. Man läuft mehr als sonst, trägt Schuhe, die man zuhause kaum anzieht, und ist weit von der eigenen Hausapotheke entfernt. Wenn ein Schuh auf einer Städtereise anfängt zu reiben, ist man manchmal stundenlang vom nächsten Drogeriemarkt entfernt.
Wer einmal mit einer aufgeriebenen Ferse durch Lissabon gehumpelt ist, packt beim nächsten Mal vorher ein.
Was man immer dabei haben sollte
Blasenpflaster. Das absolute Minimum. Kompaktformat, ein Handvoll in der Tasche oder im Rucksack. Normale Pflaster helfen auch, aber Blasenpflaster polstern besser und haften zuverlässiger – auch wenn die Haut bereits gereizt ist. Marken wie Compeed sind weit verbreitet und in den meisten europäischen Städten in Drogerien erhältlich, aber in manchen Reisezielen außerhalb Europas schwer zu finden. Im Zweifel vorher einpacken.
Reibungsschutz-Stick. Kleiner als ein Lippenpflegestift, passt in jeden Kulturbeutel. Präventiv morgens an Ferse, kleinem Zeh und Knöchel aufgetragen, verhindert er Blasen, bevor sie entstehen. Auf Städtereisen mit vielen Kilometern täglich ist das kein Luxus, sondern Vernunft.
Kleine Packung Pflaster. Für alles, was kein Blasenpflaster braucht – kleinere Reibungsstellen, Schürfwunden, die Ferse, bevor sie schlimmer wird. Pflaster sind leicht, klein und haben immer irgendeinen Einsatzzweck.
Was situationsabhängig sinnvoll ist
Bei Reisen mit viel Laufen – Städtetrips, Wanderurlaub, Messen – lohnt sich zusätzlich:
Eine dünne Halbeinlage. Wer weiß, dass er täglich viele Kilometer auf harten Böden läuft, schätzt den Ballenpolster einer Halbeinlage. Flach genug für fast jeden Schuh, leicht, wiederverwendbar.
Fersenpolster im Gepäck. Wenn man Schuhe dabei hat, die erfahrungsgemäß an der Ferse reiben, lohnt es sich, die Polster bereits vorher einzukleben – oder zumindest die selbstklebenden Polster einzupacken.
Ersatzsocken im Rucksack. Nasse oder durchgeschwitzte Socken erhöhen die Reibung erheblich. Wer einen Ersatz dabei hat und die Socken nach einem langen Morgen wechselt, senkt das Blasenrisiko für den Nachmittag spürbar.
Was auf Reisen oft vergessen wird: das Schuhpacking
Viele packen Schuhe ein, die sie zuhause kaum tragen – neue Modelle, unbequeme Festschuhe für ein Abendessen, Sandalen für den Strand, die noch nicht eingelaufen sind. Das ist ein verlässliches Rezept für Probleme.
Die beste Reiseregel bei Schuhen: nur Schuhe einpacken, die man bereits mehrfach getragen hat und die bekannt sind. Neue Schuhe auf einer Reise einlaufen zu wollen ist fast nie eine gute Idee – weil man wenig Kontrolle über die Tragezeiten hat und meistens mehr läuft als zuhause.
Wenn man trotzdem neue Schuhe mitnimmt: nicht direkt für den ersten langen Tag einplanen. Besser für ein kurzes Abendessen, bei dem man auch Alternativen hat.
Was man unterwegs tun kann, wenn nichts dabei ist
Apotheken und Drogerien gibt es fast überall. In vielen Ländern ist das Blasenpflaster-Angebot beschränkt, aber normale Pflaster und Schmerzsalben sind fast immer verfügbar. Lippenpflege oder Vaseline vom Kiosk als Reibungsschutz – das klingt provisorisch, funktioniert aber für ein paar Stunden.
Und manchmal hilft auch nur: Schuhe ausziehen, Füße fünf Minuten hochlegen, Reibungsstelle prüfen und dann mit normalen Pflastern notdürftig abkleben. Keine elegante Lösung, aber besser als einfach weiterzulaufen.
Wer sich generell für das Thema interessiert, was man in solchen Momenten tun kann, findet im Artikel Soforthilfe bei drückenden Schuhen einen praktischen Überblick über Maßnahmen ohne Vorbereitung.
